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🧠 Spikendes neuronales Netzwerk

Simulieren Sie ein Netzwerk aus Leaky-Integrate-and-Fire-Neuronen. Beobachten Sie, wie Membranpotenziale aufgebaut werden, Spikes feuern und Synchronität in einem Live-Raster-Diagramm entsteht. Stellen Sie Kopplung, Antrieb und Hemmung ein.

Biologie & Leben3DMittel60 FPS
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Über diese Simulation

Diese Simulation modelliert ein Netzwerk aus Leaky-Integrate-and-Fire-Neuronen (LIF), die über zufällige gerichtete Verbindungen miteinander verdrahtet sind. Das Membranpotenzial V jedes Neurons klingt in Richtung Ruhe ab, wird von einem konstanten externen Strom plus Rauschen angetrieben und feuert in dem Moment einen Spike, in dem V die Schwelle überschreitet — danach wird es zurückgesetzt und durchläuft eine Refraktärzeit. Spikes werden an jedes postsynaptische Ziel mit einem an die Kopplungsstärke skalierten Gewicht geliefert, wobei erregende Neuronen Strom addieren und hemmende Neuronen ihn subtrahieren. Die Beobachtung des Live-Spike-Rasters und des Synchronitätsindex zeigt, wie einfache neuronenweise Regeln netzwerkweite Rhythmen erzeugen können.

Was gezeigt wird

Ein Ring von Neuronen, die jeweils über K zufällige gerichtete Synapsen verbunden sind. Die Canvas-Ansicht zeigt das Membranpotenzial als farbige Heatmap mit einem hellen Aufblitzen bei jedem Spike, während das darunterliegende Raster-Diagramm über ein rollierendes 2-Sekunden-Fenster verfolgt, welches Neuron wann feuert. Live-Statistiken zeigen die mittlere Feuerrate, einen varianzbasierten Synchronitätsindex, den erregenden Anteil und die in der letzten Sekunde gezählten Spikes.

Bedienung

Passen Sie Neuronen (20-200) und Verbindungen pro Neuron K (2-40) an, um Netzwerkgröße und -dichte zu ändern, sowie den erregenden Anteil, um die Mischung aus erregenden und hemmenden Zellen festzulegen. Der externe Antrieb erhöht mit der Zeit das Membranpotenzial jedes Neurons, während die Kopplungsstärke skaliert, wie stark ein Spike seine Ziele beeinflusst. Probieren Sie die fünf Voreinstellungen — Asynchron, Synchrones Bursting, Spärlich, Hemmungsdominiert, Starke Kopplung —, um zu interessanten Regimen zu springen, oder verwenden Sie Pause/Zurücksetzen, um einen Moment einzufrieren oder das Netzwerk von Grund auf neu aufzubauen.

Wussten Sie schon?

Reale kortikale Netzwerke halten ein ähnliches Gleichgewicht von etwa 80% erregenden und 20% hemmenden Neuronen. In dieser Simulation treibt ein zu hoher erregender Anteil mit starker Kopplung das Netzwerk in ein durchgehendes synchrones Bursting, während ausreichende Hemmung es zurück in unregelmäßiges, asynchrones Feuern dämpft — ein Gleichgewicht, das Neurowissenschaftler als Erregungs-Hemmungs-Balance (E/I-Balance) bezeichnen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Leaky-Integrate-and-Fire-Neuron?

Es ist ein vereinfachtes Neuronenmodell, bei dem eine einzelne Variable, das Membranpotenzial V, mit der Zeit zu einem Ruhewert hin abklingt (das „Leak“), während es gleichzeitig eingehenden Strom aus externem Antrieb und synaptischem Input integriert. Überschreitet V eine feste Schwelle, sendet das Neuron einen Spike aus, V wird zurückgesetzt, und das Neuron reagiert während einer Refraktärzeit kurzzeitig nicht. Es erfasst das wesentliche Spiking-Verhalten realer Neuronen, ohne detaillierte Ionenkanal-Biophysik zu modellieren.

Was bewirken die Regler „Verbindungen pro Neuron (K)“ und „Erregender Anteil“?

K legt fest, wie viele zufällige gerichtete Synapsen jedes Neuron zu anderen Neuronen im Netzwerk sendet, und steuert damit, wie dicht die Population verbunden ist. Der erregende Anteil legt fest, welcher Prozentsatz der Neuronen bei einem Spike positiven Strom zu ihren Zielen hinzufügt, während der Rest hemmend wirkt und Strom subtrahiert, was durchgehende Aktivität zügelt.

Was misst der Synchronitätsindex?

Er vergleicht, wie gleichmäßig Spikes über die Zeit verteilt sind, mit wie stark sie geklumpt sind. Spike-Zeiten werden über die letzte Sekunde in kurze 20-Millisekunden-Bins gruppiert, und die Varianz der Spike-Anzahlen über diese Bins wird durch den Mittelwert normalisiert. Ein niedriger Wert bedeutet, dass Neuronen recht unabhängig und gleichmäßig über die Zeit feuern; ein hoher Wert bedeutet, dass viele Neuronen tendenziell gemeinsam in engen Bursts feuern.

Warum beginnt das Netzwerk plötzlich, in synchronisierten Bursts zu feuern?

Wenn die erregende Kopplung im Verhältnis zur Hemmung stark ist, liefern einige gemeinsam feuernde Neuronen genug zusätzlichen Strom, um viele ihrer Nachbarn gleichzeitig über die Schwelle zu drücken, und dieser Burst kaskadiert durch das Netzwerk. Dieser durchgehende Effekt wird verringert, indem der hemmende Anteil erhöht oder die Kopplungsstärke und der externe Antrieb gesenkt werden — genau das demonstrieren die Voreinstellungen „Hemmungsdominiert“ und „Spärlich“.

Ist diese Simulation biologisch realistisch?

Sie erfasst zentrale Prinzipien des Spikings — Schwellenwerte, Refraktärzeiten, das Gleichgewicht von Erregung/Hemmung sowie netzwerkgetriebene Synchronität —, ist aber ein vereinfachtes Modell und keine biophysikalisch detaillierte Simulation. Sie verwendet willkürliche Einheiten und eine zufällige gerichtete Graphkonnektivität statt realistischer Axonverzögerungen, dendritischer Geometrie oder Ionenkanalkinetik, weshalb sie sich am besten eignet, um Intuition für netzwerkweites Spiking-Verhalten aufzubauen, statt quantitative experimentelle Daten zu reproduzieren.

⚙ Blick hinter die Kulissen

Beobachten Sie ein Leaky-Integrate-and-Fire-neuronales Netzwerk in Echtzeit feuern. Stellen Sie Konnektivität, das Erregungs-/Hemmungsverhältnis, Eingangsstrom und Kopplung ein und sehen Sie, wie das Spike-Raster zwischen asynchronen und synchronen Regimen wechselt.

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