🚢 Schiffsauftrieb
Erkunden Sie das archimedische Prinzip angewandt auf den Schiffsentwurf. Passen Sie Rumpfgeometrie und Ladung an, um zu sehen, wie die Verdrängung die Wasserlinie verändert und wie die metazentrische Höhe GM die Rollstabilität bestimmt.
Über diese Simulation
Diese Simulation modelliert den Auftrieb und die Querstabilität eines vereinfachten, kastenförmigen Schiffsrumpfs mithilfe des archimedischen Prinzips. Der Auftrieb entspricht dem Gewicht des verdrängten Meerwassers (F_b = ρ·V·g, mit ρ = 1025 kg/m³), sodass das Schiff an einer Wasserlinie schwimmt, an der sich Auftrieb und Gewicht die Waage halten. Durch Anpassen von Breite, Tiefgang, Rumpfhöhe und Ladung können Sie beobachten, wie sich Auftriebsschwerpunkt, Schwerpunkt und Metazentrum verschieben, und sehen, wie die daraus resultierende metazentrische Höhe GM entscheidet, ob sich das Schiff wieder aufrichtet oder kentert.
🔬 Was gezeigt wird
Eine Seitenansicht des Rumpfs mit Wasserlinie sowie den Punkten B (Auftriebsschwerpunkt), G (Schwerpunkt) und M (Metazentrum). Berechnet werden die Verdrängung (ρ·V), der metazentrische Radius BM = I/V mit I = L·B³/12, dann GM = KM − KG, die Rollperiode T = 2π·k/√(g·GM) mit k ≈ 0,35·B, sowie der aufrichtende Hebelarm GZ = GM·sin(θ). Ein zweites Feld zeigt die GZ-Hebelarmkurve über den Krängungswinkel.
🎮 Bedienung
Nutzen Sie die Regler, um Breite (8–40 m), Tiefgang (2–15 m), Rumpfhöhe und Ladung (0–100 %, was den Schwerpunkt anhebt) einzustellen. Der Krängungswinkel-Regler (−45° bis 45°) neigt den Rumpf, um die Stabilität zu testen. Voreinstellungs-Schaltflächen laden realistische Schiffe — Containerschiff, Tanker mit niedrigem GM, Segelyacht, Fähre und Ponton — und das Live-Statistikfeld zeigt Verdrängung, GM, Rollperiode, GZ und ein Stabilitätsurteil.
💡 Wussten Sie schon?
Eine sehr große GM macht ein Schiff „steif" — es richtet sich heftig mit einer kurzen, unangenehmen Rollperiode wieder auf — während eine kleine positive GM ein langsames, sanftes Rollen, aber wenig Reserve gegen Kentern bietet. Schiffbauingenieure zielen bewusst auf eine moderate GM, um Sicherheit gegen Passagier- und Ladungskomfort abzuwägen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die metazentrische Höhe (GM) und warum ist sie wichtig?
GM ist der vertikale Abstand zwischen dem Schwerpunkt (G) eines Schiffes und seinem Metazentrum (M), hier berechnet als GM = KM − KG. Ist GM positiv, liegt das Metazentrum über dem Schwerpunkt, sodass eine kleine Neigung ein aufrichtendes Moment erzeugt, das das Schiff wieder aufrichtet. Wird GM negativ, ist das Schiff instabil und kentert, weshalb GM das wichtigste Maß für die Anfangsstabilität ist.
Wie berechnet die Simulation Auftrieb und Verdrängung?
Sie nutzt das archimedische Prinzip: Der Auftrieb entspricht dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit, F_b = ρ·V·g. Das eingetauchte Volumen V wird als Quader angenähert, Breite × Tiefgang × Länge (Länge fest bei 80 m für die Darstellung), und die Verdrängung ist ρ·V mit ρ = 1025 kg/m³ für Meerwasser. Das Schiff schwimmt im Gleichgewicht, wenn diese Auftriebskraft dem Gesamtgewicht entspricht.
Was verändern die Regler für Ladung und Krängungswinkel eigentlich?
Der Ladungsregler hebt den Schwerpunkt an: KG = H·(0,45 + Ladung·0,25), sodass eine schwerere oder höhere Beladung G anhebt und GM verringert, wodurch das Schiff weniger stabil wird. Der Krängungswinkel-Regler neigt den Rumpf zwischen −45° und 45°, um die Reaktion zu testen; der aufrichtende Hebelarm GZ = GM·sin(θ) wird für diesen Winkel angezeigt und über die gesamte GZ-Kurve verfolgt.
Ist dieses Modell physikalisch genau?
Es erfasst die richtigen Zusammenhänge — archimedisches Prinzip, BM = I/V, GM = KM − KG und GZ = GM·sin(θ) — sodass die gezeigten Tendenzen realistisch sind. Es ist jedoch vereinfacht: Der Rumpf wird als Quader mit fester Länge behandelt, die GZ-Kurve verwendet die Kleinwinkelform GM·sin(θ) statt vollständiger Stabilitätskurven, und die Schwerpunkthöhe wird geschätzt. Es ist ein Lehrmittel, keine Klassifikationsgesellschafts-Entwurfsberechnung.
Warum kentern hohe, schwer beladene Schiffe leichter?
Hoch gestapeltes Gewicht — etwa Deckslast oder eine volle Oberdeckladung — hebt den Schwerpunkt G in Richtung oder über das Metazentrum M und verringert GM. Sinkt GM auf null oder darunter, gibt es kein aufrichtendes Moment mehr und das Schiff kentert. Deshalb dienen Beladungsvorschriften und Ballast dazu, G niedrig zu halten und eine sichere, positive GM zu bewahren.
Erkunden Sie das archimedische Prinzip und die Schiffsstabilität — passen Sie Rumpfform, Beladung und Wasserdichte an, um zu sehen, wie Schiffe schwimmen.
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