🧬 Gen-Regulationsnetzwerk — Toggle-Switch & Repressilator
Simulieren Sie Genschaltkreise mit Hill-Funktions-ODEs: bistabiler Toggle-Switch, oszillierender Repressilator, Feed-Forward-Loop und Autorepression. Stellen Sie Hill-Koeffizient, Produktion, Abbau und Schwellenwert ein; lösen Sie Induktorpulse aus.
Über diese Simulation
Diese Simulation modelliert Genregulationsschaltkreise als Systeme gewöhnlicher Differenzialgleichungen mit Hill-Funktionen. Vier klassische Schaltkreis-Motive stehen zur Auswahl: der bistabile Toggle-Switch (zwei sich gegenseitig unterdrückende Gene), der oszillierende Repressilator (drei Gene in einer Unterdrückungsschleife), der Feed-Forward-Loop und die Autorepression.
🔬 Was gezeigt wird
Konzentrationen von Genprodukten über die Zeit, geregelt durch Hill-Funktionen, die kooperative Bindung an Promotoren modellieren. Der Toggle-Switch zeigt Bistabilität, der Repressilator zeigt anhaltende Oszillationen.
🎮 Bedienung
Wählen Sie ein Schaltkreis-Preset und stellen Sie Hill-Koeffizient n, Produktionsrate β, Abbaurate γ, Schwellenwert K und Induktorkonzentration ein. Lösen Sie Induktorpulse aus, um Zustandswechsel im Toggle-Switch zu beobachten.
💡 Wussten Sie schon?
Der Repressilator, 2000 von Elowitz und Leibler konstruiert, war einer der ersten künstlichen Genschaltkreise der synthetischen Biologie — drei Repressorgene in einem Ring erzeugten stabile Oszillationen in lebenden E.-coli-Zellen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Hill-Funktion, und warum wird sie hier verwendet?
Eine Hill-Funktion modelliert die kooperative Bindung von Transkriptionsfaktoren an einen Promotor als sigmoidale Kurve. Der Hill-Koeffizient n steuert die Schärfe des Übergangs — höhere n-Werte erzeugen schaltartigeres Verhalten, was für bistabile Schaltkreise wichtig ist.
Was ist der Toggle-Switch, und warum ist er bistabil?
Der Toggle-Switch besteht aus zwei Genen, die sich gegenseitig unterdrücken. Bei ausreichend starker gegenseitiger Repression (hoher Hill-Koeffizient) existieren zwei stabile Zustände — Gen A hoch/Gen B niedrig oder umgekehrt — und das System bleibt in einem davon, bis ein externer Puls es umschaltet.
Warum oszilliert der Repressilator?
Drei Gene unterdrücken sich zyklisch (A unterdrückt B, B unterdrückt C, C unterdrückt A). Diese Ringtopologie mit ungerader Anzahl von Inhibitionen erzeugt eine negative Rückkopplungsschleife mit Verzögerung, die zu anhaltenden Oszillationen statt zu einem stabilen Zustand führt.
Was bewirken Induktorpulse?
Ein Induktorpuls erhöht vorübergehend die effektive Schwelle oder Aktivität eines Repressors, wodurch das unterdrückte Gen kurzzeitig freigesetzt wird. Im Toggle-Switch kann ein ausreichend starker Puls das System dauerhaft in den anderen stabilen Zustand kippen.