🌫️ Sandsturm
Verfolgen Sie, wie starker Wind über trockenem, lockerem Boden Staubpartikel aufwirbelt und zu einer wandernden Sandsturmfront zusammenballt.
Über diese Simulation
🔬 Was gezeigt wird
Starker bodennaher Wind hebt trockene Staub- und Sandpartikel von lockerem Untergrund ab. Turbulente Luftbewegung transportiert sie zu einer sich ausbreitenden Sturmfront, die sich über weite Flächen bewegen kann.
🎮 Bedienung
Erhöhen Sie die Windgeschwindigkeit, um zu sehen, ab welchem Schwellenwert Partikel abgehoben werden und sich eine Sturmfront bildet. Passen Sie die Bodenfeuchte an, um zu beobachten, wie sie die Staubaufnahme hemmt.
💡 Wussten Sie schon?
Der Dust Bowl der 1930er-Jahre in den USA entstand durch eine Kombination aus jahrelanger Dürre und intensiver Bodenbearbeitung, die den schützenden Grasbewuchs der Prärie entfernte.
Häufig gestellte Fragen
Wie entsteht ein Sandsturm?
Starker bodennaher Wind überschreitet die kritische Schubspannung, die nötig ist, um trockene, lockere Partikel vom Boden abzuheben. Einmal in der Luft, werden die Partikel durch turbulente Strömung weitertransportiert und können sich zu einer dichten, wandernden Staubwand zusammenballen.
Welche Bedingungen begünstigen einen Sandsturm?
Trockener, unbewachsener oder locker gepflügter Boden, anhaltende Dürre und starke, böige Winde — oft ausgelöst durch das Vorbeiziehen einer Gewitterfront oder einer Kaltfront — schaffen zusammen die Voraussetzungen für einen Sandsturm.
Warum hemmt Bodenfeuchte die Staubaufnahme?
Wasser bindet einzelne Bodenpartikel durch Oberflächenspannung aneinander und erhöht so die Kraft, die nötig ist, um sie vom Wind abzuheben. Feuchter Boden ist daher deutlich widerstandsfähiger gegen Winderosion als trockener Boden.
Was verursachte den Dust Bowl der 1930er-Jahre?
Eine Kombination aus mehrjähriger schwerer Dürre und intensiver landwirtschaftlicher Bodenbearbeitung entfernte die schützende Grasnarbe der amerikanischen Prärie, wodurch der lockere Boden extrem anfällig für Winderosion wurde.
Wie weit können Sandstürme reisen?
Feine Staubpartikel können in großer Höhe über Tausende Kilometer transportiert werden — Saharastaub erreicht regelmäßig die Karibik und den Amazonas, wo er sogar zur Nährstoffversorgung des Regenwaldbodens beiträgt.