🫧 Seifenblase — Dünnschicht-Drainage & Irisieren
Interaktives Dünnschicht-Interferenzmodell einer ablaufenden Seifenblase. Schwerkraft-Drainage und Verdunstung verdünnen den Film mit der Zeit; beobachten Sie, wie die Interferenzfarben das sichtbare Spektrum durchlaufen, bis der Film in der Nähe einer kritischen Dicke reißt.
Über diese Simulation
Ein Seifenfilm ist eine hauchdünne Wasserschicht, eingeschlossen zwischen zwei Tensid-Monoschichten, und seine sich ständig wandelnden Regenbogenfarben sind ein Paradebeispiel für Dünnschichtinterferenz. Diese Simulation lässt den Film exponentiell abfließen — schneller oben, wo die Schwerkraft Flüssigkeit in den umgebenden Rahmen nach unten zieht, als unten — während die Verdunstung ihn überall gleichzeitig ausdünnt, bis der dünnste Punkt eine Reißschwelle überschreitet und die Blase platzt.
🔬 Was gezeigt wird
Eine Blase, gefärbt in horizontalen Interferenzbändern, die sich verschieben und wiederholen, während die Dicke abnimmt, zusammen mit einem Live-Diagramm von Dicke gegen Zeit für oben und unten am Film, mit einer markierten Reißlinie.
🎮 So wird's benutzt
Stellen Sie Anfangsdicke, Schwerkraft-Drainagerate und Verdunstungsrate ein und beobachten Sie dann, wie die Dickekurven oben und unten fallen, bis eine die Reißlinie überschreitet und die Blase platzt. Klicken Sie auf Neue Blase, um erneut zu beginnen.
💡 Wussten Sie schon?
Weil die Schwerkraft den oberen Teil eines hängenden Films schneller entwässert als den unteren, zeigen echte Seifenblasen kurz vor dem Platzen oft einen dunklen „schwarzen Film“-Fleck nahe der Oberseite — dort ist der Film auf nur noch wenige Tensid-Doppelschichtdicken abgesunken, zu dünn, um überhaupt sichtbares Licht zu reflektieren.
Häufig gestellte Fragen
Warum zeigen Seifenblasen Regenbogenfarben?
Licht, das von der Vorder- und Rückseite des dünnen Films reflektiert wird, interferiert je nach Filmdicke und Lichtwellenlänge konstruktiv oder destruktiv, sodass unterschiedliche Dicken jeweils unterschiedliche Farben stark reflektieren — der klassische Dünnschicht-Interferenzeffekt.
Warum wird der obere Teil eines Seifenfilms schneller dünner als der untere?
Die Schwerkraft zieht kontinuierlich Flüssigkeit aus dem Film nach unten in den dickeren Rand, wo er auf den umgebenden Rahmen trifft, sodass der obere Teil eines senkrechten Films am schnellsten Flüssigkeit durch Drainage verliert, während der untere Teil eine Zeit lang von genau diesem abfließenden Strom aufgefüllt wird.
Wodurch platzt eine Blase?
Sobald Drainage und Verdunstung einen Teil des Films auf nur noch wenige Nanometer ausgedünnt haben — etwa die Dicke der beiden Tensid-Monoschichten mit fast keinem Wasser mehr dazwischen — wird diese Stelle mechanisch instabil und reißt, wobei sich der Riss fast augenblicklich über den gesamten Film ausbreitet.
Handelt es sich um eine vollständige optische Berechnung?
Nein — es wird eine vereinfachte Näherung der Interferenzintensität für drei repräsentative Wellenlängen (Rot, Grün, Blau) verwendet, anstatt das gesamte sichtbare Spektrum zu integrieren; das reicht aus, um das charakteristische Farbwechselmuster nachzubilden, ohne den Rechenaufwand eines vollständigen Spektralmodells.
Simulieren Sie einen Seifenfilm, der durch Schwerkraft-Drainage und Verdunstung dünner wird. Beobachten Sie, wie sich die Dünnschicht-Interferenzfarben verschieben und wiederholen, während die Filmdicke die Größenordnung des sichtbaren Lichts durchläuft, bis der Film eine kritische Dicke unterschreitet und die Blase platzt.
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