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❄️ Dendritenwachstum — Schneeflocken & Erstarrung

Wenn eine Schmelze erstarrt, wird eine flache Grenzfläche instabil und verzweigt sich in baumartige Dendriten. Oberflächenspannung und Anisotropie legen die sechszählige Symmetrie von Schneeflocken fest.

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DRAG · SCROLL · CLICK — direkt im Simulationsfenster steuern.

Über diese Simulation

Wenn eine Schmelze abkühlt, wird die anfangs flache Fest-Flüssig-Grenzfläche instabil und verzweigt sich in baumartige Strukturen, sogenannte Dendriten. Dieser Simulator zeigt, wie Unterkühlung, Anisotropie und Symmetrieordnung zusammenwirken, um die charakteristische Verzweigungsmorphologie realer Schneeflocken und erstarrender Metalle zu erzeugen.

🔬 Was gezeigt wird

Ein wachsender Dendrit, der von einem Keimkern aus einen primären Stamm und sekundäre Seitenäste in bevorzugten Richtungen ausbildet, gesteuert durch die Mullins-Sekerka-Instabilität und die gewählte Symmetrieordnung.

🎮 Bedienung

Stellen Sie die Unterkühlung ein, um zu bestimmen, wie schnell und fein verzweigt der Kristall wächst, verändern Sie die Anisotropiestärke, um zwischen einem rauen Klumpen und sauberen symmetrischen Armen zu wechseln, und klicken Sie auf die Zeichenfläche, um zusätzliche Keime für konkurrierende Dendriten zu setzen.

💡 Wussten Sie schon?

Alle sechs Arme einer echten Schneeflocke sind einander fast identisch, weil sie beim Fallen dieselbe Temperatur- und Feuchtigkeitsgeschichte durchlaufen — doch zwischen zwei verschiedenen Flocken ist die Wahrscheinlichkeit identischer Geschichten astronomisch klein, was jede Schneeflocke praktisch einzigartig macht.

Häufig gestellte Fragen

Was ist dendritische Erstarrung?

Dendritische Erstarrung tritt auf, wenn eine Flüssigkeit unter ihren Gefrierpunkt abkühlt und die Fest-Flüssig-Grenzfläche instabil wird, wobei sie sich in baumartige Strukturen, sogenannte Dendriten, verzweigt. Jeder Dendrit wächst von einem Keimkern aus und bildet einen primären Stamm sowie sekundäre Seitenäste in bevorzugten kristallografischen Richtungen. Das Wort Dendrit stammt vom griechischen Wort für Baum und spiegelt die charakteristische Verzweigungsmorphologie wider.

Wie benutze ich die Simulationssteuerung?

Mit dem Unterkühlungsregler legen Sie fest, wie weit unter dem Gefrierpunkt die Flüssigkeit startet. Höhere Werte erzeugen schnellere, feinere, stärker verzweigte Kristalle. Der Anisotropiestärke-Regler steuert, wie scharf bevorzugte Wachstumsrichtungen dominieren: nahe null erhalten Sie einen unregelmäßigen Klumpen, bei höheren Werten saubere symmetrische Arme. Der Symmetrieordnungs-Regler ändert die Anzahl der bevorzugten Wachstumsachsen (6 ergibt eine Schneeflocke, 4 einen quadratischen Kristall). Klicken Sie irgendwo auf die Zeichenfläche, um einen zusätzlichen Keim zu setzen und mehrere konkurrierende Dendriten zu beobachten.

Was verursacht die Mullins-Sekerka-Instabilität?

Ist eine Fest-Flüssig-Grenzfläche flach, ragt jede kleine Ausbuchtung in kältere, stärker unterkühlte Flüssigkeit hinein, wo die Triebkraft zum Gefrieren größer ist. Die Ausbuchtung wächst daher schneller als die umgebende flache Grenzfläche und verstärkt sich selbst zu einer Astspitze. Dieses selbstverstärkende Verhalten ist die Mullins-Sekerka-Instabilität, erstmals 1963 von William Mullins und Robert Sekerka beschrieben. Oberflächenspannung stabilisiert sehr kleine Ausbuchtungen teilweise und legt eine Mindestwellenlänge fest, unterhalb derer Störungen abklingen statt wachsen.

Warum haben echte Schneeflocken sechs Arme, aber keine zwei sind gleich?

Eiskristalle haben ein sechseckiges Molekülgitter, das die Oberflächenspannung entlang sechs um 60 Grad versetzter Richtungen am niedrigsten macht, sodass Dendritenspitzen natürlich entlang dieser sechs Achsen weisen. Während eine Schneeflocke jedoch durch die Atmosphäre fällt, durchläuft sie subtil unterschiedliche Temperatur- und Feuchtigkeitsschichten. Da alle sechs Arme einer Flocke dieselbe Geschichte beim Fallen teilen, bleiben sie einander nahezu identisch, doch zwischen zwei verschiedenen Flocken ist die Wahrscheinlichkeit identischer Geschichten astronomisch klein, was jede Schneeflocke praktisch einzigartig macht.

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