🐜 Ameisen-Pheromonspuren — Stigmergie & die Doppelbrücke
Beobachten Sie, wie eine 3D-Ameisenkolonie verdunstende Pheromonspuren zwischen Nest und Futter legt und ihnen folgt. Kein Anführer, kein Gedächtnis — nur positive Rückkopplung, die die Kolonie auf den kürzesten Weg konvergieren lässt.
Eine Kolonie futtersuchender Ameisen legt verdunstendes Pheromon, während sie zwischen Nest und Futter auf zwei unterschiedlich langen Wegen läuft — und konvergiert rein durch positive Rückkopplung auf den kürzeren, ohne Anführer und ohne Karte.
🔬 Was es demonstriert
Stigmergie: indirekte Koordination durch gemeinsame Veränderung der Umgebung. Der Weg mit dem schnelleren Hin- und Rückweg sammelt Pheromon schneller an, als es verdunstet, wird also verstärkt und häufiger gewählt — ein selbstorganisierender, autokatalytischer Prozess.
🎮 Bedienung
Passen Sie Ameisenzahl, Verdunstungsrate, Ablagestärke und das Längenverhältnis der beiden Zweige an. Beobachten Sie, wie der Anteil der Ameisen auf dem kurzen Weg steigt, während dessen Spur (Bernstein) die des langen Weges (Türkis) überstrahlt.
💡 Wussten Sie schon?
Jean-Louis Deneubourgs Doppelbrücken-Experimente von 1990 mit echten Kolonien argentinischer Ameisen zeigten eine Konvergenz auf die kürzere Brücke innerhalb weniger Minuten — die direkte biologische Inspiration für den künstlichen Ameisenkolonie-Optimierungsalgorithmus.