💥 Raketentriebwerk — de-Laval-Düse & Schub
Interaktive Raketentriebwerk-Simulation. Visualisieren Sie Brennkammer und de-Laval-Düsenströmung und erkunden Sie, wie Kammerdruck, Flächenverhältnis und Treibstoffwahl Schub und Isp beeinflussen.
Über diese Simulation
Ein Raketentriebwerk wandelt die thermische und chemische Energie der Verbrennung in Schub um, indem es heißes Gas durch eine de-Laval-Düse beschleunigt — einen konvergent-divergenten Kanal, der die Unterschallströmung im engen Hals auf exakt Mach 1 bringt und sie dann weiter auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt, während sich der Kanal wieder erweitert. Diese Simulation bildet diesen Prozess vollständig ab: Wählen Sie eine Treibstoffkombination, stellen Sie Kammerdruck, Halsfläche und Düsenflächenverhältnis ε = A_e/A_t ein und beobachten Sie, wie sich der resultierende Schub, die Austrittsgeschwindigkeit und der spezifische Impuls (Isp) in Echtzeit aktualisieren — zusammen mit der Information, ob die Düse für den eingestellten Umgebungsdruck unter-, über- oder optimal expandiert ist.
🔬 Was es zeigt
Der animierte Querschnitt zeigt Verbrennungsgaspartikel, die von der Kammer durch den engen Hals (beschriftet mit „Hals M=1") und durch den divergenten Überschallabschnitt hinaus beschleunigen, wobei sich die Farbe verändert, um das abkühlende Abgas darzustellen. Gestrichelte Markierungen zeigen die Halsposition und das aktuelle Flächenverhältnis an.
🎮 Bedienung
Wählen Sie eine Treibstoffkombination (LOX/LH₂, LOX/RP-1, N₂O₄/UDMH oder Feststoff) und verschieben Sie dann die Regler für Kammerdruck, Halsfläche, Flächenverhältnis ε = A_e/A_t und Umgebungsdruck. Die Leistungsanzeige aktualisiert Schub, Vakuum- und Umgebungs-Isp, Austrittsgeschwindigkeit, Austrittsdruck, Massenstrom sowie ob die Düse unter-, über- oder optimal expandiert ist.
💡 Wussten Sie schon?
Moderne LOX/LH₂-Triebwerke erreichen einen Isp von etwa 450 Sekunden — nahe der praktischen Obergrenze für chemischen Antrieb — weil das sehr geringe Molekulargewicht von Wasserstoff dem Abgas erlaubt, weit höhere Geschwindigkeiten zu erreichen als dichtere Treibstoffe wie Kerosin oder Feststoffe bei derselben Verbrennungstemperatur.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der spezifische Impuls (Isp) und warum ist er wichtig?
Isp = F / (ṁ·g₀) misst, wie viel Schub ein Triebwerk pro Gewichtseinheit des pro Sekunde verbrauchten Treibstoffs erzeugt, angegeben in Sekunden. Ein höherer Isp bedeutet, dass das Triebwerk aus der gleichen Treibstoffmenge mehr Schub gewinnt, was direkt bestimmt, wie viel Nutzlast eine Rakete mit einer gegebenen Treibstoffmenge tragen kann.
Warum erreicht die Strömung im Düsenhals genau Mach 1?
Der Düsenhals ist der engste Querschnitt des konvergent-divergenten Kanals. Bei gedrosselter, isentroper Strömung ist dies der einzige Punkt, an dem die Strömung von Unterschall auf Überschall übergehen kann — Massenerhaltung und die Theorie kompressibler Strömungen erzwingen dort eine lokale Machzahl von genau 1, sofern das Druckverhältnis hoch genug ist.
Was steuert das Flächenverhältnis ε = A_e/A_t?
Das Flächenverhältnis legt fest, wie stark sich das Überschallgas zwischen Hals und Düsenaustritt ausdehnt, was die Austritts-Machzahl und den Austrittsdruck p_e bestimmt. Ein größeres ε erzeugt mehr Expansion und eine höhere Austrittsgeschwindigkeit, zahlt sich aber nur aus, wenn der Umgebungsdruck niedrig genug ist (z. B. in großer Höhe oder im Vakuum), um Überexpansion zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen unterexpandiert, überexpandiert und optimal expandiert?
Eine Düse ist optimal expandiert, wenn der Austrittsdruck p_e genau dem Umgebungsdruck p_a entspricht, was den Schub für diese Umgebungsbedingung maximiert. Ist p_e höher als p_a, ist die Strömung unterexpandiert; ist p_e niedriger als p_a, ist sie überexpandiert, und die umgebende Luft drückt gegen das Abgas, was den Schub verringert und Strömungsablösung riskiert.
Warum ergeben unterschiedliche Treibstoffe so unterschiedliche Isp-Werte?
Isp hängt hauptsächlich von der Verbrennungstemperatur und dem Molekulargewicht des Abgases ab — leichtere Abgasprodukte erreichen bei einer gegebenen Temperatur höhere Geschwindigkeiten. LOX/LH₂ erzeugt einen sehr leichten Wasserdampfabgasstrom und den höchsten Isp (~450 s) dieser Voreinstellungen, während dichtere Treibstoffe wie Feststoff oder N₂O₄/UDMH etwas Effizienz gegen höhere Dichte und einfachere Handhabung eintauschen.
Treibstoff verbrennt in der Kammer und dehnt sich durch eine de-Laval-Düse aus — stellen Sie Kammerdruck, Flächenverhältnis und Treibstoff ein, um zu sehen, wie sich Schub und Isp verändern.
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