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👂 Cocktailparty-Effekt

Sechs synthetisierte Sprecher umgeben Sie in einem 3D-Raum, jeder mit echtem räumlichem Web-Audio-Panning — richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eine Stimme und beobachten Sie, wie selektive auditive Aufmerksamkeit sie verstärkt, während der Rest verblasst, ganz wie im klassischen Experiment von Colin Cherry.

Psychoakustik & Klangwahrnehmung2DMittel60 FPS
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Über diese Simulation

Sechs synthetisierte Sprecher umgeben Sie in einem 3D-Raum mit echtem räumlichem Web-Audio-Panning — richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eine Stimme und beobachten Sie, wie selektive auditive Aufmerksamkeit sie verstärkt, während der Rest verblasst.

🔬 Was wird gezeigt

1953 führte der britische Wissenschaftler Colin Cherry das grundlegende Experiment zur selektiven Aufmerksamkeit durch: Hörer konnten eine beachtete Nachricht fast perfekt wiedergeben, erinnerten sich aber kaum an die unbeachtete.

🎮 Anwendung

Stellen Sie die Aufmerksamkeitsstärke ein, um eine Stimme zu verstärken und die anderen zu dämpfen. Der Button „Sag meinen Namen“ reproduziert den Effekt, dass der eigene Name auch im unbeachteten Kanal durchbricht.

💡 Wussten Sie schon?

Neville Morays Folgeexperiment von 1959 zeigte, dass Hörer fast nie gewöhnliche unbeachtete Inhalte erinnerten, aber in etwa einem Drittel der Fälle ihren eigenen Namen im unbeachteten Kanal bemerkten.

Häufig gestellte Fragen

Was war eigentlich Colin Cherrys ursprüngliches Cocktailparty-Experiment?

1953 spielte Cherry Hörern zwei gesprochene Nachrichten gleichzeitig vor — über Kopfhörer, je eine pro Ohr, oder beide gemischt in einem Ohr — und ließ sie in Echtzeit nur eine Nachricht „nachsprechen“ (Shadowing). Hörer konnten dies für die beachtete Nachricht flüssig tun, behielten aber kaum Informationen über die unbeachtete.

Wie hilft die räumliche Position dem Gehirn, gleichzeitige Stimmen zu trennen?

Jedes Ohr empfängt je nach Ursprungsort eine leicht andere Version eines Klangs: interaurale Zeitdifferenzen und interaurale Pegeldifferenzen. Der Hirnstamm vergleicht diese Hinweise, um die Richtung zu schätzen, weshalb Stimmen aus verschiedenen Richtungen leichter zu trennen sind.

Warum ist es wichtig, jedem Sprecher eine andere Tonhöhe und einen anderen Rhythmus zu geben, nicht nur eine andere Position?

Die auditive Szenenanalyse, entwickelt von Albert Bregman, zeigt, dass das Gehirn Schallenergie auch mittels nicht-räumlicher Hinweise wie Grundtonhöhe und Rhythmus in Ströme gruppiert. Dieser Simulator gibt jedem synthetisierten Sprecher eine eigene Grundtonhöhe und ein eigenes rhythmisches Muster.

Was ist der Unterschied zwischen selektiver und geteilter Aufmerksamkeit in dieser Demo?

Bei Aufmerksamkeitsstärke 0 spielen alle aktiven Sprecher mit gleicher Lautstärke — nichts wird gefiltert, was geteilte Aufmerksamkeit modelliert. Mit steigendem Regler wird der fokussierte Sprecher zunehmend verstärkt und alle anderen zunehmend gedämpft.

Warum bemerke ich den „Sag meinen Namen“-Blip trotzdem, wenn ein anderer Sprecher fokussiert ist?

Neville Morays Folgestudie von 1959 zu Cherrys Arbeit fand heraus, dass Hörer fast nie gewöhnliche unbeachtete Inhalte erinnerten, aber in etwa einem Drittel der Fälle ihren eigenen Namen im unbeachteten Kanal bemerkten. Dies zeigt, dass Aufmerksamkeitsfilterung kein absoluter Vorgang ist.

Was misst das „effektive SNR“ in den Anzeigen?

Es ist ein geschätztes Signal-Rausch-Verhältnis in Dezibel für den fokussierten Sprecher relativ zur kombinierten Lautstärke aller anderen aktiven Sprecher, berechnet als 20·log10(Amplitude des fokussierten Sprechers ÷ RMS-Amplitude der übrigen).

Warum brauche ich Kopfhörer, damit das räumliche Panning richtig funktioniert?

Jeder Sprecher wird über einen Web-Audio-PannerNode mit HRTF-Panning geroutet, das simuliert, wie sich das Spektrum und die interaurale Zeitgebung eines Klangs mit der Richtung ändern, als würde er von Ihrem eigenen Kopf und Ohren reflektiert. Lautsprecher lassen beide Ohren beide Kanäle hören und verwischen diesen Effekt.

Verwendet diese Simulation echte aufgezeichnete Sprache?

Nein — wie der Rest dieser Seite verwendet sie keine externen Audiodateien. Jede „Stimme“ wird live aus Oszillatoren synthetisiert, mit leichtem Tonhöhen-Vibrato und einem formantformenden Filter, gesteuert durch eine geplante Hüllkurve, die kurze silbenähnliche Ausbrüche in einem festen Rhythmusmuster erzeugt.

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