Startseite Elektromagnetismus Faradaysches Induktionsgesetz — EMK & Spule

🧲 Faradaysches Induktionsgesetz

Interaktive Faraday-Gesetz-Simulation: Ziehen Sie einen Stabmagneten durch eine Spule und beobachten Sie, wie induzierte EMK, magnetischer Fluss und Stromrichtungspfeile nach dem Lenzschen Gesetz sich in Echtzeit aktualisieren.

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Über diese Simulation

Dieses interaktive Modell demonstriert elektromagnetische Induktion, indem Sie einen Stabmagneten entlang der Achse einer Solenoidspule verschieben können. Während sich der Magnet bewegt, ändert sich der die Spule durchsetzende magnetische Fluss, und eine elektromotorische Kraft entsteht, berechnet in Echtzeit nach dem Faradayschen Gesetz, ε = −N dΦ/dt. Ein scrollendes Oszilloskop zeigt die induzierte EMK, während Stromrichtungspfeile das Lenzsche Gesetz offenbaren.

🔬 Was gezeigt wird

Der Fluss durch die Spule wird mit einem dipolartigen axialen Profil modelliert, Φ(x) = B₀·A / (1 + (x/L)²)^(3/2). In jedem Bild wird die EMK numerisch als ε = −N·ΔΦ/Δt bestimmt, sodass Kurvenform, Flussbalken und Stromrichtungspfeile stets konsistent mit der Magnetbewegung bleiben.

🎮 Bedienung

Ziehen Sie den Stabmagneten mit Maus oder Touch durch die Spule, oder drücken Sie Auto-Oszillieren, um ihn sinusförmig anzutreiben. Drei Regler stellen die Magnetstärke B₀ (0,2–3,0 T), die Windungszahl N (5–200) und die Auto-Frequenz (0,1–3,0 Hz) ein.

💡 Wussten Sie schon?

Faraday entdeckte die Induktion 1831, doch das Minuszeichen — das Lenzsche Gesetz — wurde unabhängig davon 1834 von Heinrich Lenz formuliert. Es ist ein direkter Ausdruck der Energieerhaltung: Die entgegenwirkende Kraft bedeutet, dass man mechanische Arbeit verrichten muss, um elektrische Energie zu erzeugen.

Häufig gestellte Fragen

Was besagt das Faradaysche Induktionsgesetz?

Das Faradaysche Gesetz besagt, dass ein sich änderndender magnetischer Fluss durch einen Stromkreis eine elektromotorische Kraft in ihm induziert. Für eine Spule mit N Windungen entspricht die induzierte EMK minus der Windungszahl mal der Änderungsrate des Flusses, ε = −N dΦ/dt. Je schneller sich der Fluss ändert, desto größer die induzierte Spannung.

Warum erscheint die EMK nur, während sich der Magnet bewegt?

Weil Induktion von der Änderungsrate des Flusses abhängt, nicht vom Fluss selbst. Steht der Magnet still, ist Φ konstant, dΦ/dt ist null und damit auch die EMK. Nur Bewegung — oder ein sich änderndes Feld — erzeugt eine von null verschiedene EMK, weshalb die Oszilloskop-Kurve immer dann auf die Nulllinie abflacht, wenn der Magnet stoppt.

Was bedeuten die grünen und roten Stromrichtungspfeile?

Sie zeigen die durch das Lenzsche Gesetz festgelegte Richtung des induzierten Stroms. Grüne Pfeile (gegen den Uhrzeigersinn) erscheinen, wenn der Fluss steigt und die Spule sich dem herannahenden Magneten entgegenstemmt; rote Pfeile (im Uhrzeigersinn) erscheinen, wenn der Fluss fällt und sich der Strom umkehrt, um ihn aufrechtzuerhalten.

Wie verändern die Regler das Ergebnis?

Eine höhere Magnetstärke B₀ erhöht den Spitzenfluss und damit die EMK-Amplitude. Mehr Spulenwindungen N vervielfachen die EMK direkt, da ε mit N skaliert. Im Auto-Oszillieren-Modus legt der Frequenzregler fest, wie schnell der Magnet hin- und herschwingt, was dΦ/dt und die EMK bei schnellerer Bewegung erhöht.

Ist die Physik dieser Simulation genau?

Die Beziehungen sind korrekt: ε = −N dΦ/dt, Φ = B·A·cosθ und der entgegenwirkende Strom nach Lenz sind alle richtig angewendet. Der Fluss nutzt ein vereinfachtes eindimensionales Dipolprofil entlang der Spulenachse statt eines vollständigen dreidimensionalen Feldintegrals, sodass Form und Trends gut erfasst werden, die absoluten Spannungswerte aber eher veranschaulichend als laborgenau sind.

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