Startseite Mathematik Diffusionsbegrenzte Aggregation — DLA-Fraktal

🌿 Diffusionsbegrenzte Aggregation

Simulieren Sie diffusionsbegrenzte Aggregation (DLA). Zufällig wandernde Teilchen haften beim Kontakt mit dem wachsenden Cluster. Das entstehende baumartige Fraktal hat die Dimension ~1,71. Passen Sie Teilchenzahl, Haftfähigkeit, Startform und Farbverlauf an.

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Über diese Simulation

Diffusionsbegrenzte Aggregation (DLA) ist ein Prozess, bei dem Teilchen, die einen Zufallsweg (Brownsche Bewegung) vollführen, sich zu komplexen, baumartigen fraktalen Strukturen zusammenschließen. Jedes Teilchen startet von einer zufälligen Position auf einem Kreis um den bestehenden Cluster und wandert Schritt für Schritt, bis es den Cluster berührt und dauerhaft haften bleibt.

🔬 Was gezeigt wird

Zufällig wandernde Teilchen bleiben beim ersten Kontakt am wachsenden Cluster haften und bilden so schrittweise eine baumartige fraktale Struktur mit einer Dimension nahe 1,71.

🎮 Bedienung

Wählen Sie eine Startform (Punkt, Linie, Ring oder Kreuz), stellen Sie die Haftfähigkeit sowie die Anzahl Wanderer pro Bild ein und erhöhen Sie die maximale Teilchenzahl, um einen größeren Cluster wachsen zu lassen.

💡 Wussten Sie schon?

DLA wurde 1981 von Witten und Sander eingeführt und seither zur Modellierung von Elektroabscheidung, mineralischer Dendritenbildung, dielektrischem Durchbruch und den Verzweigungsmustern von Blitzen und Schneeflocken genutzt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist diffusionsbegrenzte Aggregation?

Diffusionsbegrenzte Aggregation ist ein Wachstumsmodell, bei dem Teilchen Zufallswege vollführen und beim ersten Kontakt irreversibel an einem wachsenden Cluster haften bleiben. Der Prozess heißt „diffusionsbegrenzt", weil die Wachstumsrate allein davon abhängt, wie lange jedes diffundierende Teilchen braucht, um den Cluster zu erreichen, nicht von einer chemischen Reaktionsgeschwindigkeit.

Wie bediene ich diese Simulation?

Wählen Sie eine Startform (Punkt, Linie, Ring oder Kreuz) für den Ausgangscluster, stellen Sie dann den Regler „Haftfähigkeit" ein (1,0 = haftet immer, niedrigere Werte lassen Teilchen gelegentlich abprallen und erzeugen dichtere Strukturen). Erhöhen Sie „Wanderer/Bild", um das Wachstum zu beschleunigen, und die maximale Teilchenzahl für einen größeren Cluster.

Was zeigt die im Statistikfeld angezeigte fraktale Dimension?

Die fraktale Dimension D_f wird in Echtzeit als log(N) / log(R) geschätzt, wobei N die Anzahl der Teilchen im Cluster und R der maximale Clusterradius ist. Für einen klassischen 2D-DLA-Cluster konvergiert dieser Wert gegen etwa 1,71 — zwischen einer eindimensionalen Linie (D=1) und einer vollen zweidimensionalen Scheibe (D=2).

Wo tritt DLA in der realen Welt auf?

DLA-Muster erscheinen bei der elektrochemischen Abscheidung von Metallen wie Zink oder Kupfer, beim dielektrischen Durchbruch in dünnen Schichten, bei mineralischen Dendriten im Gestein, beim viskosen Fingering in Hele-Shaw-Zellen sowie bei manchen Bakterienkolonien und Pflanzenwurzelnetzwerken.

Wer entdeckte DLA und wann?

DLA wurde 1981 von Thomas Witten und Leonard Sander in ihrer bahnbrechenden, in Physical Review Letters veröffentlichten Arbeit eingeführt. Ihre Computersimulationen zeigten, wie Zufallsweg-Teilchen fraktale Strukturen bilden, und lösten ein ganzes Forschungsfeld zu kinetischen Wachstumsphänomenen aus.

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