Startseite Quantencomputing Deutsch-Jozsa-Algorithmus — Eine Abfrage schlägt Klassik

🧮 Deutsch-Jozsa-Algorithmus — Eine Abfrage schlägt Klassik

Interaktiver Deutsch-Jozsa-Algorithmus-Simulator: Wählen Sie ein konstantes oder ausgeglichenes Orakel, und beobachten Sie, wie die Walsh-Hadamard-Transformation die Antwort mit einer einzigen Quantenabfrage entscheidet.

Quantencomputing2DFortgeschritten60 FPS
deutsch-jozsa ↗ Eigenständig öffnen
DRAG · SCROLL · CLICK — direkt im Simulationsfenster steuern.

Über diese Simulation

Der Deutsch-Jozsa-Algorithmus entscheidet mit Sicherheit, ob eine Black-Box-Boolesche Funktion f konstant oder ausgeglichen ist, mit der geringstmöglichen Anzahl an Abfragen. Dieser Simulator zeigt, wie eine einzige Quantenabfrage — dank Superposition und Interferenz — die Antwort liefert, wo klassisch mehr als die Hälfte aller Eingaben geprüft werden müssten.

🔬 Was gezeigt wird

Ein Quantenschaltkreis mit Hadamard-Gattern, Orakel und einer zweiten Hadamard-Schicht, dessen Messwahrscheinlichkeiten als Balkendiagramm dargestellt werden, wobei der Balken für den Alle-Null-Zustand die Antwort trägt.

🎮 Bedienung

Wählen Sie zwischen einem konstanten oder einem ausgeglichenen Orakel und beobachten Sie, wie sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung über alle möglichen Ausgänge verändert, während der Schaltkreis Schritt für Schritt durchläuft.

💡 Wussten Sie schon?

Der Deutsch-Jozsa-Algorithmus von 1992 war der erste Beweis, dass Quantencomputer ein Problem mit Sicherheit exponentiell schneller lösen können als jeder klassische Algorithmus — ein früher Meilenstein, der das Feld des Quantencomputings begründete.

Häufig gestellte Fragen

Welches Problem löst der Deutsch-Jozsa-Algorithmus?

Er entscheidet mit Sicherheit, ob eine Black-Box-Boolesche Funktion f konstant oder ausgeglichen ist, mit der geringstmöglichen Anzahl an Abfragen an f. Die Funktion ist im Voraus garantiert eines von beidem, sodass der Algorithmus nie mit einer Funktion umgehen muss, die weder das eine noch das andere ist.

Warum ist ein klassischer Computer dabei so viel langsamer?

Klassisch müssen Sie f an Eingaben einzeln nacheinander abfragen. Erhalten Sie zufällig viele Male hintereinander denselben Ausgang, können Sie trotzdem nicht sicher sein, dass die Funktion konstant ist, da die nächste Abfrage einen anderen Wert offenbaren könnte. Erst nach Prüfung von knapp über der Hälfte der Eingaben können Sie sicher sein — das ist die schlechteste klassische Abfrageanzahl.

Wie entscheidet eine einzige Quantenabfrage die Antwort?

Superposition erlaubt es, das Orakel gleichzeitig auf alle Eingaben anzuwenden und f von x in eine Phase statt in einen Bit-Flip zu kodieren. Eine zweite Schicht von Hadamard-Gattern lässt diese Phasen dann miteinander interferieren. Ist f konstant, addieren sich alle Pfade konstruktiv beim Alle-Null-Ergebnis und geben ihm Wahrscheinlichkeit 1. Ist f ausgeglichen, heben sich die Pfade dort vollständig auf, was Wahrscheinlichkeit 0 ergibt.

Was bedeuten das Balkendiagramm und der Wert P(0…0)?

Das Balkendiagramm zeigt die Wahrscheinlichkeit, jede mögliche Ausgabezeichenkette zu messen. Der Balken für die Alle-Null-Zeichenkette ist hervorgehoben, weil er allein das Urteil trägt: Der Simulator liest diese eine Wahrscheinlichkeit live aus und meldet konstant, wenn sie nahe 1 liegt, oder ausgeglichen, wenn sie nahe 0 liegt.

Ähnliche Simulationen